Sebastian Kautz

Kieferorthopädische Praxis

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Zahnspangen

Herausnehmbare Zahnspangen

Bei herausnehmbaren Zahnspangen unterscheidet man zwischen aktiven Platten, funktionskieferorthopädischen Geräten (doppelten Spangen) und Retentionsgeräten.

Aktive Platten sind einzelne Spangen für Ober- oder Unterkiefer und werden meist angewandt, um einem zu schmalen Kiefer durch Dehnung mehr Platz für die Zähne zu geben, zu kleine Lücken für neue Zähne zu vergrößern oder gedrehte oder gekippte Zähne auszurichten.

Ist die Lage der Kiefer zueinander nicht korrekt, werden doppelte Spangen, sogenannte funktionskieferorthopädische Geräte, eingesetzt. Diese lenken das Kieferwachstum ganz sanft in die richtige Bahn, können also das Wachstum eines Kiefers beschleunigen oder hemmen. Hier gibt es eine Vielzahl von verschiedenen Geräten, so zum Beispiel die Funktionsregler nach Fränkel oder die Aktivatoren. Wer wann welche Spange braucht, entscheidet der Kieferorthopäde für jeden Fall einzeln.

Sind die Zähne endlich gerichtet und die Kiefer in der richtigen Position, gilt es, das erreichte Ergebnis zu stabilisieren. In der Regel kommen auch hier zunächst herausnehmbare Spangen, die Retentionsgeräte, zum Einsatz, die jedoch nur in der Nacht getragen werden müssen. Nach einer ausreichend langen Kontrolle durch den Kieferorthopäden kann die Behandlung dann abgeschlossen werden. Aber auch danach empfiehlt es sich dringend, die Zähne auf lange Zeit stabil zu halten, um einem neuerlichen Verschieben der Zähne entgegenzuwirken.
Mehr dazu lesen Sie unter Langzeitstabilisierung.

Jede Spange wird von einem Zahntechniker in enger Abstimmung mit dem Kieferorthopäden ganz individuell hergestellt. Der Patient kann das Aussehen mitbestimmen, indem er sich seine Lieblingsfarben mit oder ohne Glitzer aussucht. Auch können Bildchen oder Schriftzüge eingebaut werden.

Feste Zahnspangen

Bei festen Zahnspangen, sogenannten Multiband- oder Multibracketapparaturen, werden kleine Halteelemente, die Brackets, auf die Zähne aufgeklebt. Die Brackets wiederum halten den Bogen, einen vorgeformten Draht, der zu Beginn der Behandlung ganz dünn und hoch elastisch ist, später, je gerader die Zähne stehen, immer breiter und starrer wird. Der Bogen wird mit kleinen Gummis oder Drähtchen an den Brackets befestigt. Bei den Gummis stehen eine Vielzahl von Farben zur Verfügung, von unauffällig durchsichtig oder silber bis hin zu knallig grün oder pink. An den Bögen werden die Zähne ausgerichtet, Lücken können geöffnet oder geschlossen, Zähne gedreht oder gekippt werden. Auch gibt es eine Vielzahl von Hilfsmitteln, wie kleine Federn, Häkchen oder Kettchen, mit denen der Kieferorthopäde jeden einzelnen Zahn in die gewünschte Richtung schieben und sogar die Lagebeziehung der Kiefer zueinander beeinflussen kann. Sind die Zähne und Kiefer in der gewünschten Position, kann die feste Spange wieder entfernt werden. Anschließend werden auch hier Retentionsgeräte (siehe oben) benötigt, die in der Nacht getragen werden müssen, um die Zahnstellung stabil zu halten.

Unauffällige und fast unsichtbare Zahnspangen

Besonders Erwachsenen und Jugendlichen ist es wichtig, dass die Zahnspange möglichst dezent erscheint oder gar nicht sichtbar ist. Hier gibt es zum einen die Möglichkeit, zahnfarbene Keramikbrackets anstatt herkömmlicher Metallbrackets einzusetzen. Schon auf kurze Entfernung ist die Spange beim normalen Reden für das Gegenüber kaum zu sehen.

Fast unsichtbar ist die Behandlung mit durchsichtigen Kunststoffschienen, sogenannten Alignern, zum Beispiel von der Firma Invisalign®. Hierfür werden die Zähne an einem speziell hergestellten Modell Schritt für Schritt von der Ausgangsstellung hin zum Endergebnis bewegt. Für jeden Schritt wird eine Schiene hergestellt. Diese Schienen trägt der Patient der Reihe nach beinahe ganztägig. So werden die Zähne mit jedem Schienenwechsel nach und nach in die richtige Position gebracht.

Invisalign


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