Sebastian Kautz

Kieferorthopädische Praxis

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Untersuchung von Haltungsschäden aufgrund von Zahnfehlstellungen

Durch einen falschen Biss, z.B. einen sogenannten Kreuzbiss oder einseitige Unterkieferrücklagen, kann es dazu kommen, dass diese Fehlbelastung durch eine leichte, beinahe unmerkliche schiefe Kopfhaltung vom Patienten ausgeglichen wird. Dies kann dazu führen, dass die Hals- und Nackenmuskulatur ungleichmäßig angespannt wird. Diese ungleiche Anspannung versucht der Körper zunächst im Schulterbereich zu kompensieren, wodurch es wiederum zu einer Übertragung über die Wirbelsäule bis hin zur Beckenmuskulatur kommen kann. Die Folge ist ein deutlich sichtbarer Beckenschiefstand, was wiederum eine (nur scheinbare) Beinlängendifferenz verursachen kann.

Stellt man bei einem Patienten einen solchen Haltungsfehler fest, ist es wichtig, die Ursache dafür zu finden. Beim sogenannten Meersseman-Test wird hierfür zunächst der Ist-Befund aufgenommen (Schulterhöhe, Wirbelsäule, Beckenschiefstand). Anschließend wird untersucht, ob eine falsche Verzahnung ursächlich sein kann. Hierfür wird der Biss entkoppelt, der Patient macht einige Übungen, die der Entspannung der Muskulatur dienen, und anschließend wird erneut untersucht.

Ist die Haltung deutlich verbessert, tragen die Zähne mindestens eine Mitschuld am Haltungsfehler. Der Biss muss also therapeutisch umgestellt werden. Ist die Haltung nach den Übungen und der Bissentkopplung nicht verbessert, muss nach anderen Ursachen gesucht werden. Dafür sind dann in erster Linie der Hausarzt und der Orthopäde zuständig.


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